multiplex art ist frei von akademischen- und eingeschliffenen zwaengen
jeglicher doktrin. der kuenstler muss jeden augenblick frei ueber das
material und dem umgang mit ihm verfuegen koennen.
die gestaltung erwaechst aus der rueckgekoppelten relation der ein-
gangsimpulse vom psycho-akustischen bzw. -ikonografischen signal-
raum ( selbstregelung ).
niemals mehr sollen die zum teil phasenbedingten markenzeichen, wie
zum beispiel die quirlige pinselfuehrung eines Van Goghs, die "blaue
periode" eines picassos, die rechteck-dispositionen eines mondriaans
oder in juengster zeit als besonders krasses beispiel.die bierdeckel-
aehnlichen stapelungen eines bildhauers die kreativitaet zu gunsten
des marktwertes hemmen.
deshalb sind auch bei der multiplex art die vorgegebenen kategorien
wie aquarell, zeichnung usw. nicht mehr stimmig. das eine steuert
das andere und umgekehrt. alles fliesst.
stil war immer das ergebnis von ausgrenzung. eingrenzung moeglich
werden zu lassen heisst aber schlicht nichts anderes,als ueber ein
offenes zeichen-repertoire verfuegen zu koennen.
multiplex art kann sich dann manifestieren,wenn ueberkommene kunst-
auffassungen nicht weiter mutieren koennen, sondern ad acta
gelegt sind.
roland kayn
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